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Bild: Genug geblutet. Wohnen darf kein Luxus sein.

Wohnen

Die steigenden Mietpreise lassen die Menschen immer mehr finanziell ausbluten. Denn hohe Mieten bedrohen Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen in ihrer Existenz. Wir brauchen ein einheitliches und faires Mietrecht mit Mietzinsobergrenzen.

„Wir wollen keine Verhältnisse wie in anderen europäischen Städten, in denen Wohnen zum Luxusgut wird.“
Albert Steinhauser, Klubobmann und Justizsprecher
Bild: Plakat Genug geblutet. Wohnen darf kein Luxus sein.
Das Großplakat an der Linken Wienzeile

Daher setzen wir Grüne mit unserer publikumswirksamen Kampagne "Genug geblutet. Wohnen darf kein Luxus sein." eine Aktion wider die steigenden Wohnkosten in Österreich. 

An der Linken Wienzeile wird an der Feuerwand zum Alfred-Grünwald-Park auf mehr als 10,9 mal 19,4 Metern am Mittwoch, 21. Juni, unser Aufmerksamkeit erregendes Sujet aufgehängt. Ziel ist es, das Thema steigende Wohnkosten
plakativ darzustellen. 

"Immer mehr Menschen spüren die Auswirkungen steigender Mieten. Beim Thema Wohnen macht sich daher bei vielen in unserem Land das Gefühl von "Es reicht uns!" und "Genug geblutet!" breit", erklärt unser Klubobmann Albert Steinhauser die Aktion.

Lebensqualität und gesellschaftlicher Zusammenhalt brauchen leistbares Wohnen. Unser Ziel ist daher klar: Wir brauchen ein einheitliches, nachvollziehbares und faires Mietrecht mit Mietzinsobergrenzen. 

GENUG GEBLUTET. WOHNEN DARF KEIN LUXUS SEIN.

Die steigenden Mietpreise lassen die Menschen immer mehr finanziell ausbluten. Denn ​hohe Mieten bedrohen Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen in ihrer Existenz. "Leistbares Wohnen ist eines der Hauptgesprächsthemen –​ und es betrifft uns alle", bringt es Steinhauser auf den Punkt. Vor allem Familien sind durch die steigenden Mieten stark betroffen. Wird eine Familie größer, trifft es sie doppelt: Mehr Wohnraum kostet mehr Geld, und der Quadratmeterpreis bei neuen Mietverträgen galoppiert davon.

"Die gute alte Daumenregel, nicht mehr als ein Viertel bis maximal ein Drittel des Netto-Gehalts fürs Wohnen auszugeben, ist bereits finanzieller Wunschtraum", sagt unser Klubobmann. Grund ist auch, dass nur ein Bruchteil der jetzt vermieteten Wohnungen überhaupt gesetzlichen Mietzins-Beschränkungen unterliegt.

Daher fordern wir Grüne:

1. Faire Mieten für alle Wohnungen.

Derzeit gelten gesetzliche Regelungen zur Miethöhe nur für einen Bruchteil aller vermieteten Wohnungen in Österreich. Das wollen wir Grüne endlich ändern. Ausgenommen sollen lediglich frei finanzierte Neubauten zur Amortisierung sein.

2. Verbindliche Mietzinsobergrenzen in Österreich.

Für Wien wären das zum Beispiel 7,50 Euro netto pro Quadratmeter.

3. Mehr Neubauten durch drei weitere Maßnahmen:

    • Günstigerer Boden durch neue Raumordnungs- und Widmungsregelungen.
    • Vereinfachung der Normen und Bauordnungen, denn die komplizierten und unterschiedlichen Bauordnungen erschweren und verteuern das Bauen erheblich.
    • Wiedereinführung der Zweckwidmung der Wohnbauförderung.
„Ein faires Mietrecht muss Leistbarkeit für die MieterInnen bringen und Erhaltbarkeit für die VermieterInnen erzielen.“
Albert Steinhauser

leistbares wohnen für alle

Österreich braucht dringend ein neues Mietrecht. Das zeigen Zahlen der Statistik Austria zur Mietentwicklung: In den vergangenen fünf Jahren sind die Nettomieten um fast 17 Prozent gestiegen. "Wenn gleichzeitig die Einkommen nur um 6 Prozent steigen, kann sich das für die MieterInnen nicht ausgehen". Leistbares Wohnen sollte maximal rund 25 Prozent des Haushaltseinkommens ausmachen.​

​"Doch auch jenen, die eine Eigentumswohnung kaufen wollen, laufen die Kosten davon", betont Steinhauser. Um 40 Prozent sind die Preise dafür in den vergangenen fünf Jahren gestiegen.

Die VermieterInnen also die EigentümerInnen, dürfen bei einem neuen Mietrecht aber ebenfalls nicht zu kurz kommen: Sobald eine Wohnung einmal abbezahlt ist, sollten höchstens 3,75 Euro pro Quadratmeter an Erhaltungskosten veranschlagt werden. "Ich empfehle hier, bei den Genossenschaften Anleihe zu nehmen. Nach 30 Jahren sollte sich ein Zinshaus amortisiert haben", sagt Steinhauser.

Ein faires und transparentes Mietrecht alleine wird aber nicht ausreichen, um die Preisspirale bei den Mieten einzubremsen und zu stoppen. Gleichzeitig dazu ist es notwendig, dass mit geeigneten Wohnbaumaßnahmen das Angebot an leistbaren Wohnraum stark erhöht wird.​


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